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14.07.2012 eingestellt von: Mario Schuller


Drei-L├Ąnder-Tour um den Odenwald

Drei Tage vom 15. bis 17. Juni 2012 um und durch den Odenwald. F├╝nf Teilnehmer legen rund 300 Kilometer zur├╝ck und bew├Ąltigen rund 1330 H├Âhenmeter.

F├╝r ambitionierte Radfahrer ist die Kreisstadt Gro├č-Gerau selten g├╝nstig gelegen. Zwar sind die Gro├čst├Ądte im Bereich der n├Ârdlichen Oberrheinischen Tiefebene, Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt und sogar Mannheim und Heidelberg alle einfach auf ebenen Stra├čen zu erreichen. Wer jedoch die Herausforderungen der Berge liebt, dem bieten erst die Vorderpfalz, das Rheinhessische H├╝gelland, Soonwald, Hunsr├╝ck, Taunus, Spessart und nicht zuletzt der Odenwald Ziele, die ohne l├Ąngere Anfahrten zu erreichen sind.

Der Regenreichtum des Fr├╝hsommers 2012 mag der Grund daf├╝r gewesen sein, dass sich nur f├╝nf Teilnehmer f├╝r die Odenwaldumrundung angemeldet hatten. Deren Unternehmungslust wurde aber durch drei warme Tage mit viel Sonnenschein belohnt. Von Gro├č-Gerau fuhren sie durch Wald und Feld bis Messel und weiter ├╝ber ruhige Stra├čen bis Schaafheim, wo die Gruppe dem kurzen Regenschauer ein Schnippchen schlagen konnte, indem sie sich in einem netten Restaurant mit hervorragender jugoslawischer K├╝che verw├Âhnen lie├čen. Viel zu schnell war die Mittagspause vor├╝ber und die ersten H├╝gel warteten auf die Radler, als sie ├╝ber Radheim und M├Âmlingen nach Obernburg an den Main weiter fuhren. Dem folgten sie flussaufw├Ąrts bis zum Ortseingang von Miltenberg und bogen dann ab ins Tal der Mud bis Amorbach. Nur noch wenige Kilometer trennte die Gruppe noch von ihrem Tagesziel, dem 60-Seelen-Dorf Zittenfelden im herrlich einsamen Morretal, wo die Wirtin des Landgasthofes "Morretal", Witwe des ehemaligen Spielmachers der Eintracht Frankfurt, Alfred Pfaff, die Gruppe schon erwartete. Ihr Mann hatte nach erfolgreichen Fu├čballerjahren 1961 den Gasthof gegr├╝ndet. Das Abendessen schmeckte pr├Ąchtig und die vollkommene Stille in der Nacht war v├Âllig ungewohnt f├╝r die Rhein-Main-Bewohner.

Der n├Ąchste Tag bescherte den Radlern Sonne und eine Route, wie sie sich nicht sch├Âner h├Ątten w├╝nschen k├Ânnen. Bis Buchen blieben sie weiter an der Morre, genossen dann die herrliche Hochebene des s├╝d├Âstlichen Odenwalds bei B├Âdigheim und Heidersbach, bevor es steil hinunter nach Rittersbach ins Tal der Elz und auf einem Wirtschaftsweg am Bach entlang weiter ├╝ber Dallau bis Mosbach ging. Dort konnten die Gruppe sich unter Schatten spendenden B├Ąumen im historischen Stadtkern erholen. Der Weiterweg am Neckar entlang bis Heidelberg war wenig anstrengend. Allerdings sollte man f├╝r das letzte Wegst├╝ck von Neckargem├╝nd bis Schlierbach die mit gr├╝ner Schrift auf wei├čem Grund markierte Radroutenwegweisung nicht beachten und auf der Stra├če weiterfahren, wenn man nicht mit einem Mountainbike unterwegs ist.

Der Regen, der die Gruppe am n├Ąchsten Morgen empfing, als sie ihre Fahrr├Ąder aus dem kleinen, netten Innenstadt-Hotel auf die Stra├če schoben, h├Ârte schon vor Edingen auf. Mit der alten Seilf├Ąhre lie├čen sie sich von Neckarhausen nach Ladenburg ├╝bersetzen, dessen malerischer Stadtkern an diesem Sonntagmorgen noch einen recht verschlafenen Eindruck machte. Man steuerte Weinheim an. Auf dem Weiterweg Richtung H├╝ttenfeld am ├Âstlichen Ufer der Alten Weschnitz entlang landete die Gruppe auf einem nicht mehr befahrbaren Weg, musste umkehren und w├Ąhlte den betonierten Weg am westlichen Ufer der Alten Weschnitz. Bis zum Weltkulturerbe Kloster Lorsch war es nicht mehr weit. Dort hatten die Radler Zeit f├╝r eine ausgiebige Rast. Danach war ├╝ber Klein-Rohrheim, Biebesheim und Erfelden schnell wieder der Ausgangsort Gro├č-Gerau erreicht und eine sch├Âne 300 Kilometer lange Radtour mit 1330 H├Âhenmetern Anstieg lag hinter den f├╝nf Radlern.

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