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18.06.2013 17:49eingestellt von: Mario Schuller


Der Bahnradweg Hessen

Fünf Tage vom 20 bis 24. Mai 2013 auf dem Bahnradweg unterwegs. Zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer legen rund 410 Kilometer zurück.

Der nachfolgende Tourenbericht entstammt der Feder einer Teilnehmerin, die - zusammen mit ihrem Partner - das erste Mal an einer Mehrtagestour teilgenommen hat:

„Zum ersten Mal trauten wir uns eine Tour über mehrere Tage zu. Wir sind zwar gute Fahrer und sind bei schönem Wetter auch viel unterwegs, jedoch nicht über mehrere Tage und so viele Kilometer.

Start war am Pfingstmontag um 9 Uhr in Groß-Gerau. Dann ging es weiter nach Mörfelden, dort kamen noch einige Radler dazu, so dass wir für diesen Tag 11 Radlerinnen und Radler waren. Zuerst regnete es heftig und die Räder sahen dementsprechend aus. Im Gasthaus „Zur Mainlust“ in Maintal-Dörnigheim legten wir unsere Mittagsrast ein und dort konnten wir auch mit einem Wasserschlauch unsere Räder wieder halbwegs sauber machen. Weiter ging es - diesmal ohne Regen - bis nach Altenstadt, wo wir um 17.44 Uhr nach ca. 74 km am Hotel „Altenstädter Mönchhof“ eintrafen. Nach Zimmerbezug und duschen zogen wir zu Fuß los ins Gasthaus „Vier Jahreszeiten“ mit toller kroatischer Küche. Dort traf dann auch noch Mario ein, der vorher einen Infostand des ADFC betreuen musste und mit der Bahn nachgereist war.

Am Dienstag gab es ein tolles Frühstück, danach ging es los in Richtung Lauterbach. Leider ohne Bianca, die wegen Rückenproblemen aufhören musste. Diesmal war es wenigstens trocken, wenn auch kalt. Doch das war an diesem Tag gar nicht so schlimm, denn es ging kontinuierlich nach oben. Nach jeder Biegung dachte man, jetzt ist man endlich oben, doch leider lag Hartmannshain – der höchste Punkt – weit in der Ferne. Schlussendlich haben wir es alle geschafft und uns ein tolles Mittagessen im „Tor zum Vogelsberg“ verdient. Danach ging es weiter (natürlich bergab) nach Lauterbach, wo wir gegen 18 Uhr am Hotel „Johannesberg“ ankamen. Nach Bezug der Zimmer trafen wir uns dort alle wieder im Gastraum und verbrachten einen netten Abend bei sehr gutem Essen und einer sehr sympathischen Gastwirtin.

Der Mittwoch fing erst einmal mit Regen an. Doch das tolle Frühstücksbuffet machte alles wieder wett. Und diesmal durften wir auch Reiseproviant ausdrücklich mitnehmen. Es lagen Frühstücksbeutel, Müsliriegel und Schokoriegel bereit. Wasser und Säfte standen da zum Befüllen der Flaschen. Toll! Nach einer kleinen Stadtführung durch Christiane – Lauterbach ist wirklich eine Reise wert – ging es mit den Rädern los Richtung Bad Hersfeld. Dieses Mal ohne Henri, der aus familiären Gründen die Tour abbrechen musste. Dieser Abschnitt war der kürzeste, was aber auch gut war, denn die alten Hasen der Tour meinten schon, dass der dritte Tag mental der schlechteste sei. So waren wir auch um 16 Uhr schon in Bad Hersfeld. Leider lag das Hotel „Sleep & Go“ in einem Industriegebiet, so dass wir nach dem Duschen wieder auf die Räder mussten, um in die Stadt zu gelangen. Das Essen im Gasthaus „Zum Mückenstürmer“ entschädigte aber! Nach einem Schlummertrunk und Schlummereis im Hotel fielen alle in ihre Betten.

Am Donnerstag war die Gruppe etwas kleiner: Inge und Lothar wollten die kürzere Strecke nach Fulda fahren; wir anderen hatten über 100 Kilometer vor uns, da wir unbedingt durch den Milsebergtunnel fahren wollten. Das Wetter hielt sich auch bis dorthin, leider ging es nach dem Tunnel nur noch im Regen nach Fulda, was die Moral der Truppe doch in arge Mitleidenschaft gezogen hat. Durchnässt und durchgefroren kamen wir in Fulda an und Sigrid hatte wohlweislich die Stadttour, die wir unter normalen Umständen super gerne gemacht hätten, abgesagt. Nach einer wärmenden Dusche im „Hotel am Schloß“ zogen wir alle los ins Brauhaus „Wiesenmühle“, welches das älteste funktionierende Mühlenrad besitzt. Man sitzt dort in einem urigen Gastraum. Es war sehr schön. Auch das Bier dort ist sehr zu empfehlen.

Am Freitag fuhren wir alle nach Schlüchtern, leider bei gefühlten 3 Grad plus. Daher entschieden wir beide (Lorenz und ich) sowie Sigrid, ab hier mit der Bahn nach Groß-Gerau zu fahren. Die anderen wollten noch etwas weiter fahren. Christiane, Lothar und Inge sind noch mit den anderen weiter gefahren bis Bad Soden-Salmünster, dann stiegen diese drei in den öffentlichen Nahverkehr um. Ellen und Reiner mit ihrem Pino-Tandem, sowie Mario und Wolfgang fuhren den Bahnradweg bis zum Ende nach Hanau.

Fazit: Es war eine tolle Tour mit einer super Truppe. Uns hat es trotz des Wetters sehr viel Spaß gemacht. Wir sind bestimmt mal wieder dabei und hoffen, alle anderen wiederzusehen. Vielen Dank an Sigrid für die tolle Planung. Danke, dass es den ADFC gibt.“

Danke an Anja für den Tourenbericht.

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