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28.12.2016 22:34eingestellt von: Mario Schuller


Franken - Brauerei- und Biergartentour

Vier Tage vom 16. bis 19. September 2016 in Franken unterwegs. Acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer legen rund 234 Kilometer zurĂŒck und bewĂ€ltigen etwa 2.000 Höhenmeter.

FĂŒr den heutigen Tag (16.09.2016) war ursprĂŒnglich nur die Anreise per Bahn nach Bamberg geplant. Einen Zwischenhalt in Schweinfurt nehmen fĂŒnf von uns aber zum Anlass auf die RĂ€der zu steigen und die restlichen 62 km auf dem Main-Radweg mit Muskelkraft bis zum Etappenzielort Bamberg zu strampeln. Denn die Temperaturen sind angenehm warm, es ist trocken, ab und an scheint noch die Sonne. Diese Gruppe macht (Bier-) Trinkpausen in Hassfurt und Roßstadt. Bei unserem Quartier in Bamberg (Hotel „Am Blumenhaus“) treffen beide Gruppen wieder zusammen. Die Bahnfahrer-Gruppe hat inzwischen die Zeit genutzt um das schöne Bamberg zu besichtigen. Das holen aber auch die anderen nach beim abendlichen Stadtbummel und beim Abendessen auf der Terrasse des Hotels „BrudermĂŒhle“. Dort haben wir LogenplĂ€tze mit direkter Sicht auf das wunderschöne alte BrĂŒckenrathaus von Bamberg, das mitten auf dem linken Regnitz-Arm steht. Malerischer gehts nicht!

Samstag, 17.09.2016:
„Unwetterwarnung: Ergiebiger Dauerregen mit Niederschlagsmengen von mehr als 80 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden; bei BĂ€chen und FlĂŒssen Gefahr von Hochwasser“: So lautete die Wettervorhersage fĂŒr heute. Die Nacht ĂŒber hat es tatsĂ€chlich ergiebig geregnet, bei unserem Start in Bamberg (9 Uhr, wie ĂŒblich) ist es jedoch fast trocken - na ja, es tröpfelt ein wenig. Den Vormittag bleibt es dann auch so, nachmittags, in etwa ab Hirschaid, geht es aber so langsam in einen gleichmĂ€ĂŸigen Regen ĂŒber – ein Unwetter aber ist das nicht. Wir trotzen allem Unbill des Wetters und fahren ganz gelassen die Route so wie sie ursprĂŒnglich vorgesehen war. ZunĂ€chst aber besuchen wir den Domberg und das Kloster St. Michael in Bamberg. Von Bamberg bis zum Tagesziel Forchheim sind es, wenn man die direkte Route entlang des Regnitz-Radwegs nehmen wĂŒrde, nur 25 km, und die sind auch noch ganz flach. Das wĂ€re aber dann doch zu einfach. Wir fahren stattdessen eine Runde um Bamberg, ĂŒber Viereth, Lisberg, Burgebrach und Frensdorf. Da sind einige giftige Steigungen dabei, ein kurzes StĂŒck weist sogar 15 % auf. Da verweigere ich und schiebe. Dann fahren wir wieder ins Tal der Regnitz, die wir bei Pettstadt mit einer GierseilfĂ€hre (der Ă€ltesten ihrer Art in Oberfranken) ĂŒberqueren. Dann geht es weiter im Regnitz-Tal entlang. Bei Hirschaid hört es dann auf, ungleichmĂ€ĂŸig zu regnen. Drei von uns beschließen, lieber direkt die 11 km nach Forchheim zu radeln. Die ĂŒbrigen fĂŒnf ziehen es aber vor, den originĂ€r geplanten Abstecher hoch auf den Kreuzberg zu radeln. Im trotz des Regens gut besuchten Brauhaus Kreuzberg nehmen sie eine kleine Probe des reichhaltigen Bier- und Speisenangebots. Schließlich kommen sie gegen 17.15 Uhr in Forchheim (Hotel „Am Kronengarten“) an, wo die anderen drei schon warten. Der Kurs ist heute sehr variantenreich. Meistens gibt es hervorragenden Asphalt, zweimal aber mĂŒssen wir geschotterte oder matschige Feldwege nutzen, die wegen des Regens besonders glitschig sind. Zwei Ausrutscher-Umfaller, die glimpflich ausgehen, zeugen von den Freuden des Radfahrens bei Regen. Eigentlich wollten wir in Forchheim noch den Kellerwald besuchen, den grĂ¶ĂŸten Biergarten der Welt; dieses Vorhaben fĂ€llt aber buchstĂ€blich ins Wasser. Unser Versuch, stattdessen am Abend in einem Brauerei-Gasthof in Forchheim zu speisen scheitert: Alles besetzt! Also essen wir in der Osteria am Forchheimer Paradeplatz - auch dort gibt es Bier.

Sonntag, 18.09.2016:
Heute Morgen regnet es sehr gleichmĂ€ĂŸig vor sich hin. Das hĂ€lt uns aber nicht davon ab auch heute den geplanten Tageskurs unerbittlich durchzuziehen. Wir nehmen nicht den direkten Weg, der im Wiesent-Tal Richtung Tagesetappenziel Aufseß fĂŒhren wĂŒrde, sondern fahren eine 20-km-Runde durch die umliegenden HĂŒgel. Die Strecke ist sehr gut zu fahren, allerdings gibt es auch heute wieder eine kleine Schotterpassage. Eine 15-prozentige Steigung haben wir heute nicht dabei, nur eine 14-prozentige. In Ebermannstadt machen wir Mittagspause. Im Gasthof „Eisenbahn“ gibt es gutes ungespundetes Keller-Bier von der Brauerei St. Georgen (Buttenheim). Hinter Ebermannstadt verlassen wir das Tal der Wiesent und wechseln ins Tal des Leinleiter-Baches. Dort fĂŒhrt ein wunderbar zu fahrender Radweg auf der Trasse einer ehemaligen Bahnlinie entlang. Am Schluss der Tagesetappe sind noch ein paar Höhenmeter zu ĂŒberwinden. Wir sind jetzt auch von innen nass. Gegen 15.30 Uhr sind wir in unserem Quartier angekommen, dem Brauereigasthof Rothenbach in Aufseß. Wahrzeichen des kleinen Örtchens ist das etwas erhöht liegende Schloss Unteraufsess, das sich leider in Privatbesitz befindet. Und der Ort Aufseß wurde 2001 sogar ins Guinness Buch der Rekorde eingetragen: Es hat die meisten Brauereien (nĂ€mlich 4) bezogen auf die Einwohnerzahl. Immerhin: Heute hat es nur einmal geregnet.

Montag, 19.09.2016:
„Und der Himmel verschmilzt mit dem Asphalt“: Diesem Wahlspruch des heiligen Sankt Joachim bleiben wir auch heute treu. Denn nach einer Regenpause in den frĂŒhen Morgenstunden fĂ€ngt es pĂŒnktlich zu unserer Abfahrt an leicht zu nieseln und oben auf dem GalgenhĂŒgel (bei Aufseß) angekommen fĂ€ngt es an ordentlich zu regnen. Also mĂŒssen auch die Optimisten rein in die Regenklamotten. Allerdings schwĂ€cht sich der Regen bald wieder etwas ab, es bleibt aber fast den ganzen Rest unserer Tagestour nass. Nach einigem Auf und Ab auf dem Brauerei- und Biergartenweg machen wir im Brauereigasthof in Huppendorf Pause, direkt gegenĂŒber der Brauerei „Grasser“. Bei einigen GlĂ€sern Vollbier und „Blauen Zipfeln“ beschließen wir, erstmals bei dieser Tour vom etwas verwinkelten Verlauf des Brauerei- und Biergartenradwegs abzuweichen und stattdessen die Direttissima nach Bamberg zu wĂ€hlen. Dort erreichen wir den Zug ab 15.25 Uhr nach Frankfurt, wir mĂŒssen also heute nur einmal umsteigen. Und bei der Ankunft in Groß-Gerau wird die Tour in einem griechischen Restaurant zĂŒnftig abgeschlossen – mit einer Runde Bier.

Fazit: Hervorragendes Bier von exzellenten Brauereien, ebenso herausragende Organisation der Tour (dank Tourguide Reiner Kiehn), schöne Landschaft, hitzefreies und kontinuierliches Wetter, sehr nettes Team - also eine rundherum gelungene Tour.


Danke an Benno fĂŒr den Tourenbericht.

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