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01.05.2019 18:19eingestellt von: Mario Schuller


Der ADFC wird 40 Jahre: Mehr Platz f├╝rs Rad schaffen

Am 18. April 1979 gr├╝ndete der Verkehrsplaner Jan Tebbe in Bremen den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club. Er und seine Mitgr├╝nder wollten im autozentrierten Deutschland f├╝r die Interessen von Radfahrenden eintreten. Der Name war nicht zuf├Ąllig an den bekannten deutschen Autoclub angelehnt.

Zwei Wochen nach seiner Gr├╝ndung hat der Verein bereits 179 Mitglieder, kurz darauf gr├╝ndeten sich Ortsgruppen in Dortmund und Erlangen. Nach einem Jahr hat der ADFC 3.000 Mitglieder, 2018 sind es mehr als 175.000.

Der Erfolg zeigt deutlich: Der Bedarf nach einer lauten Stimme f├╝r Radfahrende und ihre Bed├╝rfnisse war und ist gro├č. Von Anfang an setzt sich der ADFC f├╝r die F├Ârderung des Radverkehrs ein. Nach jahrelangem Druck wurden mit der Reform der Stra├čenverkehrsordnung 1997 Einbahnstra├čen in Gegenrichtung f├╝r Radfahrer ge├Âffnet und die Benutzungspflicht f├╝r Radwege aufgehoben.

Auch im Radtourismus hat der ADFC f├╝r Fortschritt gesorgt: F├╝r Radreisende gab es in den 1980er-Jahren weder Informationen noch Infrastruktur. Erst dank der Zusammenarbeit des ADFC mit Verlagen gibt es z. B. Radtourenkarten. Mittlerweile zertifiziert der ADFC Radrouten, Radreiseregionen und fahrradfreundliche Unterk├╝nfte.

Sein politisches Engagement hat der ADFC von jeher durch Service und Mitgliedervorteile wie die ADFC-Pannenhilfe erg├Ąnzt.

Mehr Platz f├╝rs Rad schaffen

Doch auch nach 40 Jahren erfolgreicher Arbeit bleibt viel zu tun. Politik und Verwaltung haben es bisher nicht geschafft, dem Fahrrad den Platz einzur├Ąumen, den es f├╝r eine nachhaltige Verkehrsplanung im Sinne einer echten Verkehrswende braucht. Obwohl Alternativen zum Auto gerade in Zeiten von Dieselgate und Fahrverboten, Staus und der wieder steigenden Zahl der Verkehrstoten wichtiger denn je sind.

Mehr Radverkehr ist die L├Âsung bei Stau, dicker Luft und Fahrverboten. Steigen mehr Menschen auf das Fahrrad um, ist das gut f├╝r alle. Wie das gelingt, zeigt der ADFC zu seinem 40-j├Ąhrigen Bestehen mit einer gro├čen, bundesweiten Kampagne. Das Ziel: Mehr Platz f├╝rs Rad - f├╝r gute, breite Radwege, sichere Kreuzungen und viel mehr Fahrradparkpl├Ątze. Mit Aktionen vor Ort macht der Fahrradclub auf die Platzdebatte im Stra├čenraum aufmerksam und zeigt, wie dieser Platz f├╝rs Fahrrad, f├╝r gute Radwege und f├╝r bessere Radfahrbedingungen genutzt werden kann. ÔÇ×Als ADFC k├Ąmpfen wir seit Jahren darum, dass das Fahrrad mehr Platz auf der Stra├če bekommt, und wir haben gute Argumente daf├╝r. Aber entscheidend ist das subjektive Gef├╝hl. Mit unserer Kampagne wollen wir gutes Radfahren sichtbar und erlebbar machen. Indem wir Jung und Alt, Familien, Frauen und Kindern die Gelegenheit geben, die besten Radwege selbst auszuprobierenÔÇť, sagt Ulrich Syberg, ADFC-Bundesvorsitzender. Als besondere Aktionsform errichten ehrenamtlich engagierte Mitglieder in vielen deutschen St├Ądten und Kommunen tempor├Ąre gesch├╝tzte Radfahrstreifen, die zeigen, wie gute, breite Radwege aussehen und wie sicher und komfortabel sich das Radfahren auf ihnen anf├╝hlt. Ehrenamtliche vor Ort werden mit kostenlosem Aktionsmaterial, Aktionsideen sowie Anleitungen, Checklisten und Textbausteinen bei der Planung und Umsetzung unterst├╝tzt. Aber auch Menschen, die bislang noch nicht im ADFC aktiv gewesen sind, k├Ânnen sich ├╝ber die Kampagnenwebsite mehrplatzfuersrad.de an der bundesweiten Kampagne beteiligen.



 

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